Beiträge getagged mit nachgedacht

anders als gedacht

SoloDie Band ist gut, ich kenne sie seit langem. Aber diesmal sind sie auf die leeren Versprechen des Organisators herein gefallen: das Publikum ist zwischen 50 und 80 Jahren alt. Sie müssen sich gewaltig bremsen, wünscht sich doch einer nach dem andern mehr „deutsches Liedergut“ (Zitat) statt der verrückten „Negermusik“ (Zitat!). Sie meistern die Aufgabe mit Bravour, wenngleich sie wenig Spass daran haben.
Für mich beginnt das neue Jahr damit gleich mit einer deutlichen Erinnerung: erwarte nicht, das Deine Erwartungen in Erfüllung gehen (Peru lässt grüssen:). Das heisst nicht, dass es immer schlimmer kommt als gedacht! Auch alte Schlager können Laune machen, wenn ich mich nur darauf einlasse.
Und so wünsche ich Euch und mir ein gesundes Maß an Ent-Täuschungen, damit wir wach und offen durch die Welt gehen und das Leben so genießen können, wie es eben ist: unberechenbar, aufregend, überraschend … und immer anders als gedacht.

Keine Kommentare

aufbruch

Aufbruch31. Dezember, ein Tag wie jeder andere. Und doch … seit ewigen Zeiten hat der Moment, an dem sich ein Kreislauf schliesst, eine ganz besondere Bedeutung.

Szenen des vergangenen Jahres gehen mir durch den Kopf – eine ganz persönliche Diashow mit den wichtigsten, schönsten, schrecklichsten, beeindruckensten, peinlichsten, herzlichsten Bildern. Übrig bleibt ein Gefühl unbändiger Neugierde, gut abgeschmeckt mit eine paar Tropfen Angst und Ungewissheit. Neujahr ist für mich vor allem eines: ein Aufbruch in neue Abenteuer voller wichtiger, schöner, schrecklicher, beeindruckender, peinlicher und herzlicher Begebenheiten.

Wir gehen jetzt auf die Silvesterparty mit der Freizeit 91 Band. Ich wünsche Euch einen guten Start ins neue Jahr!

, , , , , , ,

Keine Kommentare

illusion

IllusionSpass macht es und Freude. Und so sehr es auch anstrengen mag – die Mühe lohnt sich für diese kurze Zeit des Erfülltseins.
Und jetzt? Was nun, da das Werk vollbracht, das Ziel erreicht ist? Leere macht sich in mir breit, füllt den frei gewordenen Raum aus wie Nebel die Gassen der Stadt.

Eine neue Aufgabe, ein neues Ziel muss her. Es wird den Nebel vertreiben und wieder Sinn in den öde gewordenen Alltag bringen. Eine kleine Weile lang gebe ich mich dieser Illusion hin, die aus den Tiefen meines Selbst empor steigt. Bis ich erkenne und sie wie eine Seifenblase zerplatzt.

Nicht das Erreichen des Zieles macht Spass, die Aufgabe an sich gibt meinem Leben keinen Sinn. Nur Freude macht Freude, mein Alltag ist erfüllt und sinnvoll, wenn ich ihn erfüllt und sinnvoll empfinden will. Als Auslöser ist das zu vollbringende Werk nicht schlecht, es reicht aber auch das berühmte Gänseblümchen am Wegrand – oder ganz banal die Tatsache: ich lebe.

Die Zeit ist Dir bereits gegeben.
Du musst nur entscheiden, was Du mit ihr anfangen willst.

Gandalf – Herr der Ringe, Die Gefährten

, , , , , , , , , ,

Keine Kommentare

gefühlsbad

Hinterhofgedankenverloren

neugierig

unsicher

selbstbewusst

lustig

dazugehörig

geborgen

[Update 2007-12-27] Ich habe mich noch einmal über das Bild hergemacht. In SW gefällt es mir einfach besser.

, ,

Keine Kommentare

beweis

Machu PicchuNa gut, eins noch ­čÖé

Schließlich kann jeder ein Bild vom Münchner Flughafen und irgendeiner Flügelspitze zeigen und „Peru“ darunter schreiben. Hier also der ultimative Beweis, das Foto überhaupt, für die meisten der Inbegriff Peru’s – obwohl diese eingeschränkte Sicht weder dem Land noch den Menschen gerecht wird!

Es ist eh so ein Thema mit dem Bild eines Landes. Hören die Leute Alemania, denken sie a) ans Oktoberfest und b) an Reichtum und Wohlstand. Erfahren sie dann den Preis eines Laib Brotes, Mietkosten, Steuersätze oder Parkgebühren („Was ist das?“), relativiert sich diese Meinung schnell.

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare