Beiträge getagged mit Nebel

illusion

IllusionSpass macht es und Freude. Und so sehr es auch anstrengen mag – die Mühe lohnt sich für diese kurze Zeit des Erfülltseins.
Und jetzt? Was nun, da das Werk vollbracht, das Ziel erreicht ist? Leere macht sich in mir breit, füllt den frei gewordenen Raum aus wie Nebel die Gassen der Stadt.

Eine neue Aufgabe, ein neues Ziel muss her. Es wird den Nebel vertreiben und wieder Sinn in den öde gewordenen Alltag bringen. Eine kleine Weile lang gebe ich mich dieser Illusion hin, die aus den Tiefen meines Selbst empor steigt. Bis ich erkenne und sie wie eine Seifenblase zerplatzt.

Nicht das Erreichen des Zieles macht Spass, die Aufgabe an sich gibt meinem Leben keinen Sinn. Nur Freude macht Freude, mein Alltag ist erfüllt und sinnvoll, wenn ich ihn erfüllt und sinnvoll empfinden will. Als Auslöser ist das zu vollbringende Werk nicht schlecht, es reicht aber auch das berühmte Gänseblümchen am Wegrand – oder ganz banal die Tatsache: ich lebe.

Die Zeit ist Dir bereits gegeben.
Du musst nur entscheiden, was Du mit ihr anfangen willst.

Gandalf – Herr der Ringe, Die Gefährten

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nichts

NichtsDer ICE von Augsburg nach Bonn bahnt sich seinen Weg unbeindruckt durch den dichten Nebel. Ich sehe schläfrig (der Tag hat um 4:30 Uhr angefangen) aus dem Fenster und sehe – Nichts.

Nichts! Ist das nicht klasse? Wann bekomme ich schon mal Nichts zu sehen? Meistens ist der Raum doch vollgestopft mit Bäumen, Häusern, Boden, Strassen, Autos, Sonne, Menschen, Himmel, Flüssen, Landschaft, der ganzen Welt eben. So voll, dass kein Platz mehr bleibt für Phantasie, Träumerei, Neues … kein Platz für für mich?!

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hingabe

WertachuferMich wieder einmal zwei Stunden durch die Stadt treiben lassen, durch ruhige Seitenstrassen und friedliche Grünanlagen. Die letzte halbe Stunde dann am Wertachufer auf einem Stein sitzend verbracht, den sprudelnden Wassern nachgeschaut, dem lauten Plätschern gelauscht.
Bis der Fluss mit einem mal langsamer wurde, sich die wilden kleinen Spritzer zu einem feinen Nebel zusammen getan haben, das vorher ungestüme Wasser wie flüssiges Metall um die Steine geflossen ist und sich das vielstimmige Plätschern zu einem ruhigen, weichen Rauschen verdichtet hat.

Vielleicht fühlt es sich so an, sich dem Fluss des Lebens hinzugeben, die Vergänglichkeit des Momentes zu akzeptieren und sich der Unaufhaltsamkeit steter Veränderung anzuvertrauen?!

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dem nebel entflohen

SpiegelweltWährend Augsburg unter einer dicken Nebelschicht begraben ist, scheint in den Bergen die KristallweltSonne von einem strahlend blauen Himmel. Wir sind dem trüben Wetter entflohen und einmal um den Plansee gelaufen.

Danke für die gute Idee, Uli!

Alle Bilder des Ausflugs ins Blaue findest Du in der Gallerie.

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