Beiträge getagged mit Oase

angeklopft

AnklopfenJahrelang habe ich mich in eine wundervolle Bequemlichkeit zurück gezogen, mich einlullen lassen vom immer gleichen Ablauf eines gemütlichen Alltags. Bin zwar der Musterbrecher geblieben, der im Einheitsbrei der allgemein anerkannten Üblichkeit Aufmerksamkeit erregt. Aber ich bin auch feige geworden und mutlos, mir selbst und anderen gegenüber. Habe mir das Deckmäntelchen des selbstlosen, gutmütigen „Harmoniebolzens“ zugelegt, welches meine Angst vor Konflikten vertuschen soll. Mit der damit verbundenen -falschen- Rücksichtnahme raubte ich mir und meinem Umfeld jedesmal die Möglichkeit, einer wie auch immer gearteten Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Und an dieser Wahrheit zu wachsen, daraus zu lernen, mich weiter zu entwickeln.
Nein, ich verurteile diese Zeit nicht noch bedauere ich sie – nach meinen „wilden“ Jahren war sie eine wichtige Oase der Ruhe. Aber sowenig wie ein Schiff dazu gemacht ist, nur im Hafen zu liegen, sowenig bin ich dafür geschaffen, den Rest meiner Tage in einer Hängematte zwischen zwei Palmen abzuhängen.

Das Leben hat an meiner Oase angeklopft, ich habe meinen Hintern gehoben und den Schutz der sorgsam gepflegen Gewohnheiten aufgegeben. Noch geht die Reise langsam, ja zögerlich voran. Doch schon zeigen sich erste Hindernisse, welche sich mit dem auswendig gelernten Schema F der letzten 20 Jahre nicht lösen lassen.

Und so kommt der Linktipp vom 2007-05-09 im Kalenderblog von zeitzuleben.de gerade zum rechten Zeitpunkt. Er verweist auf „ein kostenloses 21-Tage-Programm mit vielen interessanten Denkanstössen. Es geht um einen Adler, um Veränderung und vor allem um Sie.“.

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oase

Sonnenuntergang WeldenAn Tagen wie heute merke ich, wie anstrengend es sein kann, die eigene Mitte zu bewahren. Vom „Leid und Elend“, in dem viele Leute zu stecken glauben über den sich ausbreitenden „höher, schneller, besser“ Wahn bis zur banalen und unglaublichen Rücksichtslosigkeit einiger Autofahrer: ich reagiere wie ein Pendel. Ein -mehr oder weniger- kurzer Ausschlag bringt mich aus der friedvollen Ruhe, zieht mich in das jeweilige Spiel hinein. Meist spüre ich recht schnell, dass das deren Spiel ist und nicht meines, und finde wieder zurück zu mir und dem, was ich für wichtig im Leben erachte. Doch es strengt an.

So sehr mich meine „Oase des Herzens“ stärkt und nährt, an Tagen wie heute wünsche ich mir manchmal eine Oase im „Aussen“. Und dann überlege ich, wie lange ich wohl mit -sagen wir mal- 10.000 Euro in Indien oder Peru leben kann?

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sendepause

Keine „spontanen Weisheitsbündelungen“, wie Christian das nennt, keine schlauen Sprüche, keine Paradigmenwechsel, keine großen Schritte. Draußen versinkt die Welt im Schnee, verwischen die Konturen, klingen alle Geräusche gedämpft. Seltsam eingehüllt fühl‘ auch ich mich, habe kein Verlangen nach Großem, Aufregendem, suche keine Abwechslung, bin mit mir und der Welt zufrieden. Mehr noch: bin mit mir zufrieden – die Welt ist wie sie ist, ob ich mit ihr zufrieden bin oder nicht, und das ist gut so. Ich lass mich treiben, spüre mehr und mehr meine innere Kraft und Ruhe, lasse meiner Kreativität freien Lauf beim Gestalten von Webseiten (meinem Bruder, dem Cowboy gefällt’s:).
Früher haben mich solche Phasen der Untätigkeit immer unruhig gemacht, heute empfinde ich es eher wie den Aufenthalt in einer Oase. Und in dieser Ruhe komme ich dem Geheimnis mehr und mehr auf die Spur: die Realität gestaltet sich angenehm, weil ich mich wohl fühle – der Versuch, eine angenehme Realität zu schaffen, um mich wohl zu fühlen, muss kläglich scheitern.

Neugierde macht sich in mir breit, was wohl aus diesem Wohlsein alles entstehen wird? Auch ein bißchen Misstrauen, wie lange dieser schöne Zustand andauert, wann ich mich wieder vom Alltag einlullen und fangen lassen werde? Und alte Glaubenssätze (aus meiner Kindheit?) tauchen auf: darf es mir überhaupt so gut gehen, darf ich es so unverschämt leicht im Leben haben, ganz ohne schlechtes Gewissen?

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