Beiträge getagged mit Realität

illusion oder was ist schon real?!

GEGEN den Uhrzeigersinn?Also das ist ja der Hammer! Ich bin so einiges gewohnt in Sachen Gehirn, aber so krass habe ich noch nie erlebt, wie abgefahren dieses kleine Wunderwerk funktioniert.

Was los ist? Ok, seht Euch das Bild an und beobachtet es eine Weile. Die Tänzerin dreht sich anfangs im Uhrzeigersinn. Nach einer Weile (ich habe zwischendrin mal kurz weg gesehen und plötzlich aus den Augenwinkeln eine Veränderung bemerkt) ändert sie die Richtung und dreht sich auf einmal gegen den Uhrzeigersinn!

Und nun kann ich sie mal links- und mal rechts herum tanzen lassen! Ist das nicht völlig verrückt? Nur weil ich mich dazu entscheide, ändert sich meine Wahrnehmung so drastisch! Da soll mir einer noch weissmachen, das er nur glaubt, was er sieht. Ich sehe nur, was ich glaube!

Gefunden habe ich das in Arvid Leyh’s Braincast, der immer wieder interessante Leckerbissen der ungewöhnlichen Art aufgreift.

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struktur

StrukturViel zu schnell kommt es mir vor, viel zu lange dauert es. Das schnelle Stakkato zerhackt die Umgebungsgeräusche in gleichmäßig kleine Stücke. Es will mich abholen, doch ich bin schon lange nicht mehr in diesem Tempo Zuhause. Endlich, endlich wird es langsamer und gleichzeitig auch eine Spur tiefer. Aber noch immer ist es ein gutes Stück von meinem Allagstempo entfernt und ich übe mich in Geduld, gehe schon mal ein Stück voraus. Ich weiß es wird mich einholen, mich erreichen und weitergehen – mit mir im Schlepptau.

Nach ein paar Minuten ist es da und ich klinke mich ein. Das plötzliche Absinken von Rythmus und Frequenz fühlt sich wie ein kleiner Ruck an, sofort sinke ich ein Stück tiefer. Die Aussenwelt tritt zurück, nur noch gedämpft dringen Geräusche zu mir vor. Tiefer und immer tiefer geht es, kleine Schauer jagen durch meinen Körper, ich fühle mich immer fester mit dem Holzdeck verbunden. Ein Teil von mir spürt noch den Wind um mich herum, die leichten Vibrationen des Bodens, wenn jemand vorüber geht – Sehen und Hören nach Draussen ist schon lange abgeschaltet.
Mein Zeitgefühl ändert sich. Während der Rythmus über weite Strecken konstant bleibt, kommt es mir so vor, als würde er immer langsamer. Tatsächlich aber erhöht sich meine Frequenz, nehme ich mehr und schneller wahr. Doch da ist nichts, was es wahrzunehmen gäbe, nichts ausser mir selbst.

Und dann taucht die Grenze auf, wohlbekannt und doch immer wieder unerwartet und plötzlich. Der letzte kleine Rest Kontakt zum Aussen reißt ab, Raum und Zeit verlieren rasend schnell an Bedeutung, verschwinden schließlich ganz.
Ich bin ein Funke in einem Meer aus Dunkelheit …
Ich bin Alles und Nichts …
Ich bin …
Ich …

Ein leiser, vorsichtiger Rythmus ruft mich, wird langsam, ganz langsam schneller. Zeit und Raum kehren zurück, Geräusche und Lichter dringen zu mir vor, ich spüre den warmen Holzboden unter mir – die Realität erhält wieder Form und Struktur.
Nur eine knappe halbe Stunde war ich unterwegs, doch mir kommt es wie eine kleine Ewigkeit vor.
Ich liebe diese kurzen Reisen mit der Mindmachine.

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realitätsgestaltung

Kennst Du die Geschichte mit dem Hammer?
Da will ein Mann ein Bild aufhängen, den Nagel hat er, aber keinen Hammer. Also denkt er sich „Gehe ich doch schnell in den dritten Stock hoch zum Nachbarn, der hat bestimmt einen Hammer.“

Auf dem ersten Treppenabsatz, fällt ihm ein, das der Nachbar heute morgen nur so flüchtig gegrüßt hat: „Vielleicht hat er ja was gegen mich?“. Überhaupt war der schon etwas seltsam die letzte Zeit, als würde er ihm aus dem Weg gehen. „Der tut ja so, als würde ich mir ständig was leihen von ihm! Also ich würde einem Nachbarn so einen leichten Gefallen nicht abschlagen. Die Welt wäre so viel schöner, wenn alle etwas freundlicher miteinander umgehen würden. Aber es muss ja immer ein paar so eingebildete Menschen geben, die einem das Leben schwer machen!“

Endlich klingelt er beim Nachbarn und der öffnet die Tür. Doch noch bevor der „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Freund schon an: „Behalten Sie doch Ihren blöden Hammer, Sie Rüpel!“

[Aus dem Buch Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick]

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die würfel sind gefallen

Die Würfel sind gefallenSchicksal, Bestimmung oder einfach nur schlecht gewürfelt, dumm gelaufen?
Die Welt ist, was ich glaube. Und da lasse ich mir nicht reinreden – schließlich kann ich glauben, was ich will. Jetzt stellt sich nur die Frage, wann es mir besser geht?
Die Würfel sind gefallen, liegen vor mir, ob mir das nun passt oder nicht. Wie auch immer diese Situation zustande gekommen sein mag, sie ist, wie sie ist. Schicksal, Zufall oder selber schuld, was spielt das schon für eine Rolle? Mir bleibt nur der jetzige Moment, um eine Entscheidung zu treffen. Natürlich kann ich mit dem Schicksal hadern, mich mit Selbstvorwürfen quälen und die unsägliche Pechsträhne beklagen. Doch es ändert nichts an der Realität, die Würfel sind gefallen.
Da schaue ich schon lieber genau hin, denke mir „Ui, was haben wir denn da?“ und gehe die Sache neugierig und mit freiem Kopf an.

Lieben was ist, die Dinge nehmen wie sie kommen. Das macht mich nicht machtlos, sondern gibt mir die Freiheit unvoreingenommen, mit klarem Verstand und frohem Herzen zu agieren. Die Würfel sind gefallen, mal schau’n, was sich daraus machen lässt!

(Übrigens: Ich sehe beim Backgammon meist weg, wenn der Andere würfelt und zieht :))

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doppelspalt experiment

Down The Rabbit HoleVon bleep habe ich Euch ja schon öfter was erzählt. Meine Lieblingsszene allerdings kennt kaum jemand, sie ist ja auch im deutschen Film nicht zu sehen. Dafür braucht es schon die Quantum Edition der DVD – oder die Hirngespinste.
Hier ist ein Link zur amerikanischen bleep-Seite, welche das Doppelspalt-Experiment als WMV zur Verfügung stellt: Let’s go Quantum (11MB)!

Jetzt bin ich mal gespannt, ob Euch das aus der Reserve lockt und zum Kommentieren bewegt 🙂

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