Beiträge getagged mit reichtum

fest im griff

Gernstls Reisen habe ich gerade wieder gesehen, in den Alpen war er unterwegs.

Die Suche nach dem Glück beschäftigt ja viele Leute. Und die, welche es gefunden haben, können meist nicht sagen, was es denn nun ausmacht, das Glück im Leben. Doch es zieht sich ein roter Faden durch alle Begegnungen des Herrn Franz X. Gernstl: „Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“
Die Zufriedenheit und innere Ruhe dieser meist älteren Menschen (geht das erst im hohen Alter?) hat nichts mit Besitz zu tun, ist unabhängig vom Streben nach irgend etwas und losgelöst vom Wertesystem der Umgebung. Sie nehmen ihr Leben in die Hand, statt auf ein besseres zu Warten. Freuen sich über Erfolge und nehmen Niederlagen mit einem lauten Fluchen und einem leisen Lächeln hin.

Unsere Gewohnheiten, die Erziehung, die Kultur … alles hat uns fest im Griff und verhindert oft genug, das Glück im eigenen Leben überhaupt wahr zu nehmen. Und doch ist es in jedem Moment auf’s Neue unsere eigene Entscheidung, aus den Umständen etwas zu machen, das uns Zufriedenheit schenken kann.

, , , , , , , ,

Keine Kommentare

haben wollen

double troubleWieder mal hatten wir uns in den Kopf gesetzt, nicht mehr zur Miete wohnen zu wollen, sondern Eigentümer zu werden. Also nichts wie auf, ein Häuschen gesucht, das Vermögen gecheckt, die Finanzierung berechnen lassen …

… doch halt! Denk mal nach! Ich bin jetzt gleich 47 Jahre alt, wir haben nicht so viel Eigenkapital. Wenn die Bank uns sagen wir mal € 200.000.- leiht, zahlen wir 25-30 Jahre lang € 1.000.- zurück. Mit Zinsen und Gebühren sind das ca. € 400.000.-. Wenn ich also 77 Jahre alt bin, haben wir ein Haus zum Preis von zwei. Und das kann ich dann hübsch verkaufen und ins betreute Wohnen ziehen, weil ich Haus und Garten nicht mehr pflegen und instand halten kann! Dafür soll ich jahrzehntelang sparen und mich einschränken? Nur um sagen zu können: „Das ist meins!“? Ne ne, Kinners, der Spass hat ein Loch!

Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Bertolt Brecht

Immer wieder mal drängt sich das „Haben, haben, haben!“ in den Vordergrund. Und immer wieder mal falle ich darauf rein. Doch der einzig dauerhafte Besitz ist sicherlich nicht materieller Art. Freude am Sein, Vertrauen ins Leben, Geborgenheit und eine tiefe innere Ruhe – danach strebe ich gerne … und das bleibt mir auch.

Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

, , , , , , , , , ,

Keine Kommentare

beweis

Machu PicchuNa gut, eins noch 🙂

Schließlich kann jeder ein Bild vom Münchner Flughafen und irgendeiner Flügelspitze zeigen und „Peru“ darunter schreiben. Hier also der ultimative Beweis, das Foto überhaupt, für die meisten der Inbegriff Peru’s – obwohl diese eingeschränkte Sicht weder dem Land noch den Menschen gerecht wird!

Es ist eh so ein Thema mit dem Bild eines Landes. Hören die Leute Alemania, denken sie a) ans Oktoberfest und b) an Reichtum und Wohlstand. Erfahren sie dann den Preis eines Laib Brotes, Mietkosten, Steuersätze oder Parkgebühren („Was ist das?“), relativiert sich diese Meinung schnell.

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare