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märchenstimmung

Licht und Schatten

Sonntag morgen, das Radio spielt ruhige Musik. Die Katze liegt auf dem kleinen Sofa und schnurrt zufrieden. Vor mir steht eine dampfende Tasse Kaffee. Die Sonne schickt ihre Strahlen durch die Tür zum Garten, malt ein langsam wanderndes Muster an die Wand. Noch ist es warm draußen, doch schon in ein paar Wochen knistert das Feuer im alten Ofen und macht den Start in den Tag noch ein Stück gemütlicher.

Das Schauspiel von Licht und Schatten offenbart sich nur am Wochenende. Werktags schafft es die Sonne selbst im Sommer nicht, rechtzeitig Märchenstimmung in unsere kleine Küche zu zaubern – zu früh verlassen wir das Haus und stellen uns dem Arbeitsalltag.

So langsam hole ich wieder auf bei Sari’s Projekt 52. Das 36te Wochenthema „Licht und Schatten“ habe ich fast rechtzeitig umsetzen können. 3 Monate Zeit nur zum Fotografieren – das wäre der pure Luxus. Wer will denn schon in der Karibik unter Palmen liegen?

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feuerabend

FeuerabendTja, da bin ich diesmal richtig aufgeschmissen mit dem Thema der 14. Woche: „Die Sonne geht unter“. Bei dem trüben Wetter standen die Chancen von Anfang an schlecht, ein entsprechendes Bild für Saris Projekt 52 einfangen zu können. Klar habe ich mir gleich mal Alternativen überlegt:

Eine kleine Buddha-Statue alle halbe Stunde ablichten. Der länger werdende Schatten und die sich ändernde Helligkeit geben eine hübsche kleine Serie.

Zum Wohnzimmerfenster hinaus fotografieren, auch alle halbe Stunde ein Bild. Der Wechsel der Helligkeitsverteilung (Fenster hell, Raum dunkel zu Fenster dunkel (mit leuchtender Salzkristalllampe) und Raum hell sollte auch eine schöne Serie abgeben.

Wenn es zwar bewölkt, aber trotzdem ein Unterschied zwischen Abend und Nacht merkbar ist, liese sich das ganz gut realisieren. Doch entweder waren rabenschwarze Gewitterwolken am Abendhimmel, die den Übergang vom Tag zur Nacht völlig verschluckten. Oder ich bin erst nach Hause gekommen, wenn es bereits stockfinstere Nacht war. Und so greife ich diese Woche ins Archiv und hole den Abendhimmel über Ayacucho, Peru heraus. Der lässt sich hier eh kaum übertreffen und selbst für Peru war es ein ganz besonderes Schauspiel. Was, nebenbei bemerkt, kaum jemand beachtet hat – schliesslich waren die vielen Touristen voll und ganz mit Shopping beschäftigt. Gegen die bunten Auslagen der Schaufenster hat die Schönheit der Natur kaum eine Chance.

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schattendasein

SchattendaseinViel zu schade, um den ganzen Tag unter einem Tisch versteckt zu sein. Und doch fristen viele Füsse ihr Dasein im Schatten, quasi unter Tage. Da kommt mir Saris Thema der Woche 13 gerade recht, um für ihr Projekt 52 Licht ins Dunkel zu bringen und Frau B.’s hübsche Beine und Füße angemessen in Szene zu setzen.

Die Sonne hat sich heute ziemlich unzuverlässig gegeben, und so musste ein Baustrahler für die nötige Ausleuchtung sorgen. Die harten Schatten sind meistens nicht so mein Ding, aber gut. Wenigstens hat er richtig eingeheizt – im kurzen Kleid ist es in unserem 110 Jahre alten Häuschen alles andere als angenehm warm. Natürlich hat sich auch noch unsere Katze immer wieder ins Bild gedrängt und damit die Fotosession in die Länge gezogen 🙂Bergschuhe

[Update: Ausser Konkurrenz, weil schon ein paar Jahre alt, kommt hier noch mein ultimatives Schuhbild (Gut, dass es keinen Geruchsblog gibt :)]

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herbsttag

HerbstlaubHerr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten reif zu sein
gib Ihnen noch zwei südlichere Tage
dräng sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben
und wird auf den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

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ein letztes mal

PfauenaugeGanz ruhig sitzt er da, zeigt das prächtige Farbenspiel seiner Flügel. Ich schnappe mir die Nikon und fotografiere ihn schnell, bevor er weiter flattert (zu schnell, wie ich nun bemerke – leider ist das Bild nicht so scharf geworden). Doch er fliegt nicht weg, bleibt im kalten Schatten sitzen. Ich halte die Hand hin und er klettert träge auf meinen Finger.

Stirbst Du, mein Freund? Ist Deine Zeit gekommen? Dann genieße ein letztes Mal die wärmenden Strahlen der Abendsonne! Ich setze ihn auf die einzig übrige Blüte des Sommerflieders, er streckt die Flügel in die Sonne und sitzt wieder ganz still. In einer Stunde wird die Sonne auch hier verschwunden sein. Genieße die Zeit, das Leben ist so kurz und eh du dich umsiehst, ist es vorbei.
Wieder liege ich daneben, wie ich gerade festgestellt habe: das Tagpfauenauge stirbt nicht dahin, wie die meisten seiner Artgenossen, sondern überwintert!

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