Beiträge getagged mit Schönheit

kurzes vergnügen

Lange habe ich überlegt, wie ich Sari’s 34. Wochenthema „Vergänglichkeit“ für’s Projekt 52 umsetzen will. „Schönheit ist etwas Vergängliches.“ dachte ich zuerst. Aber ich kenne so viele Gesichter alter Menschen, die ich schön finde – vergänglich ist lediglich das in der Werbung gepriesene Ideal. „Ein Grabstein, na wenn das kein Symbol der Vergänglichkeit ist!“. Das Leben ist so richtig vergänglich, genau. Doch nach dem Wochenende an Sammys Krankenbett habe ich erst mal keinen gesteigerten Bedarf, mich mit dem Tod auseinander zu setzen.

Heute dann die zündende Idee: „Genuss ist vergänglich.“. So gut ein Bier schmeckt, so klasse ein Essen schmeckt, so wohl eine Zigarette tut – nach kurzer Zeit schon ist das Gefühl verflogen. Zurück bleibt die Erinnerung an das kurze Vergnügen; und selbst die verblasst.

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gestern – heute

Am Ortsrand von WeldenGestern:
Die Sonne scheint immer wieder durch die vielen Lücken in der schnell ziehenden Wolkendecke. Sie beleuchtet den Herbstwald in all seiner Pracht für einen kurzen Moment, bevor er wieder im Schatten verschwindet und sich seine Schönheit nur noch erahnen lässt.

Heute:
Der Himmel ist in einförmiges Grau getaucht. Dicke Schneeflocken fallen langsam zu Boden, bleiben hier und da zaghaft liegen und lassen Bilder von verschneiten Waldwegen auftauchen, deren Schönheit sich nur erahnen lässt.

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volksverarschung

Eigentlich bedarf es hierzu keiner weiteren Worte:

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Aber nur eigentlich – ich kann ja meinen Mund nicht halten 😉

Zum einen zeigt es wieder mal deutlich, dass ein Foto nichts, aber auch garnichts mit der Wirklichkeit zu tun haben muss – was heutzutage übrigens auch für Filme gilt.

Zum anderen ist die sorgfältig geplante Manipulation unseres Schönheitsideals nur ein weiteres Beispiel für die groß angelegte Volksverarschung: Autos machen glücklich, Handys sexy, die große Liebe findet man per SMS-Chat und Arbeit macht frei … Moment, das hatten wir doch schon mal?!

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schwarz auf weiss

LesenDie Sonne steht tief am Himmel, schickt ihre letzten wärmenden Strahlen geradewegs auf die kleine Bank an der Hauswand. Neben mir plätschert der Brunnen leise und gleichgültig, schafft die perfekte Hintergrundmusik für das geschäftige Summen der Wespen und Bienen, die sich an den letzen Blüten im Garten laben. Ein Schmetterling macht eine kurze Rast auf meiner bunten Hose, hat mich wohl mit einer Blume vertauscht und flattert weiter zum Sommerflieder nebenan.

Das Buch, ach ja. Fast vergesse ich, dass ich noch ein paar Seiten lesen wollte. Den Rücken an die warme Hauswand gelehnt, eine dampfende Tasse Kaffee in der einen und das Buch in der anderen Hand verliere ich mich immer wieder in der Schönheit dieses Augenblicks.
Das Buch! Ich lese das Kapitel, schließe die Seiten und lege es lächelnd neben mich auf die Bank. Wie aufmerksam das Leben doch ist, mir den perfekten Text zu diesem Moment zu geben. Dankeschön!

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verborgene schönheit

TreppenaufgangAlso ich finde solche runden, weichen Formen ja klasse! Oder auf den ersten Blick chaotisch erscheinende Strukturen – die haben einen ganz besonderen Reiz. Klare, gerade Linien hingegen wecken meine Aufmerksamkeit kaum, sind langweilig wie eine schnurgerade Autobahn.

Dieses Gefühl in den Alltag zu übertragen ist schon etwas schwieriger. Ich bin im allgemeinen kein Freund von detailierten Plänen, lasse mich gerne auf Neues ein, genieße unvorhergesehene Richtungsänderungen. Und doch passiert es immer wieder, dass ich eine Idee im Kopf habe und partout daran festhalte! Natürlich geht das schief; Leben ist Veränderung, Bewegung, sich selbst organisierendes Chaos. Nichts in der Natur folgt geometrischen Gesetzen oder beugt sich gar dem Ordnung suchenden Geist eines Menschen.

Nach solch einer Bruchlandung (deren Häufigkeit sich nebenbei bemerkt sehr in Grenzen hält und die sich allesamt eher als sanfter Klaps auf den Hinterkopf äußern) bin ich wieder viel offener für die in der -scheinbaren- Unordnung verborgene Schönheit des Lebens.

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