Beiträge getagged mit Schönheit

ausgewogen

Staunen ...Das Telefon klingelt, eine Mail nach der anderen landet in meinem Postfach, irgend etwas in unserem Netz ist immer am zicken und klemmen. Und so freue ich mich jeden Tag auf’s Neue, wenn der Zeiger der Uhr so langsam die Mittagszeit ankündigt. Die ist mir heilig: kein Fachgesimpel über IT, keine Strategiegespräche, keine Kunden-Geschichten.

... , nichts als StaunenLieber sitze ich in der Wiese hinter dem Haus, geniesse mein Müsli, meditiere vielleicht ein halbes Stündchen … oder liege einfach da und bestaune die Natur. Die breitet sich direkt vor meiner Nase in den abgefahrensten Farben und Formen aus. Stellt an Komplexität und Funktionalität jede noch so schicke Software in den Schatten und präsentiert sich dabei noch in zeitloser Schönheit.

So tanke ich auf, mache den Schritt raus aus dem Hamsterrad und schaffe meinen Gegenpol zur abstrakten virtuellen Welt des Software-Entwicklers. Schließlich muss das System ja ausgewogen bleiben.

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höchste zeit

StuhlalmEins, zwei, drei im Sauseschritt
Läuft die Zeit, wir laufen mit,
Schaffen, schuften, werden älter,
Träger, müder und auch kälter.
Bis auf einmal man erkennt,
Daß das Leben geht zu End!

Gosauseen Viel zu spät begreifen viele
Die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur,
Drum Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s: Reise, reise!!

Wilhelm Busch

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projektion

Spiegelwelt am WertachuferNein, die Welt steht nicht Kopf. Schon seit Urzeiten wird alles teuerer, werden die Menschen immer rücksichtsloser, versucht der Staat immer mehr Kontrolle zu bekommen, werden die Mächtigen immer mächtiger, geht die Natur Stück für Stück zugrunde, steht eine vermeintliche Minderheit etwas ausserhalb und findet das alles sehr seltsam. Ok, das Tempo erhöht sich stetig, wir werden ja auch immer mehr.

Was sich verändert, ist mein Standpunkt, meine Sichtweise. Ich verliere mehr und mehr meine Angst und habe damit keine Notwendigkeit mehr für all die unsinnigen Handlungen. Solange ich den guten alten Zeiten nachtrauere oder über die schwere Kindheit sinniere, brauche ich mich nicht mit dem auseinander setzen, was Hier und Jetzt passiert. Und gehe sauber der Angst aus dem Weg, mich im Spiegel zu sehen und zu merken, das ich mein Leben an mir vorbei ziehen lasse oder nur auf Sparflamme lebe. Gleiches gilt für die Phantastereien vom Auswandern, dem Häuschen in den Bergen oder das Vorausfürchten: Arbeitslosigkeit, Überwachungsstaat, Einsamkeit, Rentenloch, … Die (Zeit-)Richtung ist eine andere, die Angst die gleiche. (Das lässt sich ja auch prima vermarkten: das richtige Bier trinken und du hast viele Freunde, ein paar Versicherungen und du wirst einen glücklichen Lebensabend haben, …)

Durch den Zerrspiegel der Angst betrachtet scheint alles etwas aus den Fugen geraten zu sein. Doch ich sehe nicht, was wirklich ist, sondern projeziere lediglich meine eigene Angst in das Geschehen. Bleibe ich bei mir, hier und jetzt, sehe ich sich im Fluß spiegelnde Bäume, ein paar kleine Wellen und etwas Grünzeug am Ufer, das Ganze garniert mit blauem Himmel, Vogelgezwitscher und dem weichen Licht der untergehenden Sonne. Nichts ist verkehrt, kein Grund zur Sorge, nur Friede und Schönheit.

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im verborgenen

Erst bei näherer Betrachtung ...So manches offenbart sich dem neugierigen Geist erst bei genauerer Betrachtung. So mag manch ein Zeitgenosse auf den ersten Blick ein recht blasser und farbloser Geselle sein, doch kaum mache ich mir die Mühe und schaue hinter die Fassade – hast Du gesehen, der Mann fährt Motocross, hat ordentlich was in der Birne und es lässt sich auch noch vortrefflich mit ihm über Gott, die Welt und das Leben philosophieren!... zeigt sich ...

Aber es geht natürlich auch anders herum: jahrelang hälst deine Ecken und Kanten eben für das – Ecken und Kanten. Und dann, wie der Zufall es so will, bekommst Du Gelegenheit hinter die eigene, sorgfältig gepflegte Fassade zu blicken … und entdeckst eine massive Angst. Auch sie hat sich im Verborgenen prächtig entwickelt, in Ruhe gelassen vor neugierigen Fragen und aufdringlichen Therapien.... die Wahrheit

Worum ich mich nicht kümmere, das wird sich mir nicht erschliessen. Ob das nun unbequeme Dinge wie vermeintliche Ecken und Kanten sind oder eben auch die schönen Seiten des Lebens – von alleine kommt weder das eine noch das andere aus seinem Versteck.

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achtlos

Achtlosliegen sie derzeit überall auf Wegen und Strassen. Doch wer sich die Mühe macht und genau hinsieht, bemerkt die Schönheit auch in scheinbar Belanglosem.

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