Beiträge getagged mit Schwingung

soundcheck

MischpultDumpf und dunkel klingt sie, mehr ein Pochen als ein Rythmus. Leise, ganz leise, kaum hörbar. Umso deutlicher spürst Du, wie sie Dein Herz zusammen schnürt und Dir Momente später ein eklig flaues Gefühl im Magen macht. Du kannst sie fühlen, wenn Du einen Raum betrittst oder sie einen Menschen beherrscht.

Doch sie ist nur eine Schwingung, eine Frequenz, wie alles andere auch. Du bist nicht gewohnt, sie wahr-zu-nehmen; obwohl sie fast immer da ist. Dreh den Regler etwas weiter auf, hör genau hin. Lass Dich auf sie ein und fürchte Dich nicht vor ihr. Sie ist wie ein kleines, schreiendes Kind – das nimmst Du auch in den Arm und liebst es. Und so wie sich das Kind beruhigt, hört auch sie auf, Dir Schrecken zu bereiten.
Es wird seine Zeit brauchen, sie hat viele Facetten. Doch Du kannst nur verändern, was Du erkennst. Wann stellst Du Dich Deiner Angst?

Inspiriert von Jwala und Karl Gamper und dem Adlerflug.

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zauberei

Mühlrad (Augsburg - Vogeltor)Gute Tage, schlechte Tage, Tiefen und Höhen, grauer Alltagsfrust und Erfolgsmomente – der beständige Wandel lässt sich nicht kontrollieren und schon garnicht stoppen. Wie das alte Mühlrad am Vogeltor in Augsburg dreht das Leben seine Runden, ein ums andere Mal. Die Dramatik von alldem offenbart sich nur im jeweiligen Moment.

Ein Schritt zurück, etwas Abstand, die Augen leicht zugekniffen und schon ändert sich das Gefühl. Die Konturen werden weicher, die Farben beginnen zu leuchten, aus wild spritzendem Wasser wird zarter Nebel und die kantigen Holzschaufeln zerfliessen zu einer einheitlichen Fläche, welche die monotone Bewegung nur mehr erahnen lässt.

Und wie von Zauberhand wird aus dem ständigen Auf und Ab plötzlich eine sanfte Schwingung, die mich wie eine leise Melodie begleitet.

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reaktionszeit

Schon eigenartig: immer wenn ich dabei bin die Hoffnung zu verlieren, wenn ich glaube es geht nicht mehr weiter, wendet sich das Blatt plötzlich und ich seh‘ wieder einen Lichtschimmer am Horizont. Auf einmal habe ich neue Bilder im Kopf, finde neue Worte und habe neue Ideen. Bin ich vielleicht anfangs zu nahe dran am Geschehen, sehe damit den Wald vor lauter Bäumen nicht? Resignieren, Aufgeben, Davonlaufen wollen heisst ja auch Abstand nehmen, sich distanzieren. Und das bringt fast zwangsläufig einen neuen Standpunkt mit sich, eine andere Sicht der Dinge, etwas mehr Überblick. Eigentlich etwas ganz Positives – das müsste mir nur mal in der Phase der Verzweiflung einfallen 🙂

Es geht also wieder mal um Zeit. Zeit die ich brauche, um das aktuelle Geschehen wirklich aufzunehmen, mich darauf einzulassen, zu spüren was mit mir geschieht. Um die Zeit bis zum Verstehen des Erlebten, den Punkt, an dem sich zwar alles noch seltsam dumpf anfühlt, sich aber eine Ahnung von Sinnhaftigkeit im Kopf breit macht. Bis schließlich der Moment erreicht ist, an dem sich Gefühl und Verstand treffen und zusammen eine neue Erfahrung ausmachen, welche mein Erleben zumindest in dieser einen Hinsicht verändert.

Thaddeus Golas fällt mir ein, Der Erleuchtung ist es egal, wie Du sie erlangst:
Nehmen wir an, jemand rüttelt an einem Tisch und eine Tasse beginnt hinunterzurutschen. Wenn deine Wahrnehmungsschwingungen sehr langsam sind, werden Dir deine Wellen eine Botschaft schicken, wo sich die Tasse befindet, wenn sie zu fallen beginnt, einen zweiten Eindruck, wenn sie sich auf halbem Weg zum Boden befindet, und einen dritten, wenn sie aufschlägt. Wenn aber deine Schwingungen rasch sind, wirst du eine ganze Reihe von Eindrücken von dem Weg erhalten, den die Tasse zu Beginn ihres Falles nimmt, und du wirst das Gefühl haben, dass Dir eine Menge Zeit zur Verfügung steht, um deine Hand hinüber zu bewegen und sie aufzufangen, wenn du willst.
Achte sorgfältig darauf, dass Ereignisse schnell zu geschehen scheinen, wenn deine Schwingungen langsam sind, und dass du dann das Gefühl hast, die Dinge passieren zu schnell, als dass du sie in den Griff bekommen könntest. Und es könnte sein, dass du Dich umso mehr gedrängt fühlst, noch intensiver zu versuchen, die Kontrolle darüber zu bekommen.

Je rascher du aber schwingst, und je mehr Eindrücke du von deiner Umgebung zurück bekommst, desto langsamer wird der Ablauf aller Ereignisse erscheinen, und desto eher wirst du das Gefühl haben, darüber zu stehen. Je mehr du liebst, desto rascher schwingst du und desto weniger hast du das Bedürfnis, irgendetwas unter Kontrolle zu halten, und du fürchtest Dich nicht vor Veränderung und Abwechslung.

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