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illusion

IllusionSpass macht es und Freude. Und so sehr es auch anstrengen mag – die Mühe lohnt sich für diese kurze Zeit des Erfülltseins.
Und jetzt? Was nun, da das Werk vollbracht, das Ziel erreicht ist? Leere macht sich in mir breit, füllt den frei gewordenen Raum aus wie Nebel die Gassen der Stadt.

Eine neue Aufgabe, ein neues Ziel muss her. Es wird den Nebel vertreiben und wieder Sinn in den öde gewordenen Alltag bringen. Eine kleine Weile lang gebe ich mich dieser Illusion hin, die aus den Tiefen meines Selbst empor steigt. Bis ich erkenne und sie wie eine Seifenblase zerplatzt.

Nicht das Erreichen des Zieles macht Spass, die Aufgabe an sich gibt meinem Leben keinen Sinn. Nur Freude macht Freude, mein Alltag ist erfüllt und sinnvoll, wenn ich ihn erfüllt und sinnvoll empfinden will. Als Auslöser ist das zu vollbringende Werk nicht schlecht, es reicht aber auch das berühmte Gänseblümchen am Wegrand – oder ganz banal die Tatsache: ich lebe.

Die Zeit ist Dir bereits gegeben.
Du musst nur entscheiden, was Du mit ihr anfangen willst.

Gandalf – Herr der Ringe, Die Gefährten

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fenster nach innen

Fenster nach InnenSwitch: Teewasser kochen, Katze füttern, ab ins Bad … ich genieße die Stille des neuen Tages.
Switch: Meeting mit den Mediengestaltern, kenne die Antworten auf meine Fragen schon, will aber nicht nur wortlos dabei stehen.
Switch: Back in the office, die Datensicherung spinnt wieder mal, nichts Neues, ist gleich erledigt. Rechner weiter aufsetzen, MAC-Adresse im Accesspoint hinterlegen, DNS- und DHCP-Eintrag nicht vergessen, WLAN einrichten, Zertifikate installieren.
Switch: Herr M. lernt wieder am Tresen in der Küche. Nettes Gespräch über Lernen, Gehirnfrequenzen, MindMachines. Er taut ganz langsam auf, wird sicherer im Lauf der Monate – ist ein schönes Gefühl, das mit zu bekommen.
Switch: Apache konfigurieren, PHP dazu und MySQL – Routinearbeit, brauche fast nicht aufzupassen. Ein kleiner Teil von mir erledigt dieses Tagesgeschäft wie in Trance – keine Herausforderung, kaum Spass. Irgendwo in mir lauert etwas auf … ja worauf? Frau G. ist am Ende, verzweifelt an den Hürden seltsam programmierter Fibu-Software, Tränen fließen, Herr S. beruhigt mehr schlecht als recht. Noch einen virtuellen Host einrichten. Uups Tippfehler, deswegen startet Apache nicht sauber. Das lauernde Etwas in mir hätte die „richtigen“ Worte für Frau G., spürt Herrn S.’s Unsicherheit – aber hey, andere Baustelle.
Switch: In der Helsinki-Bar läuft wie so oft gute Musik, es ist kaum was los am frühen Abend. Da ist er wieder, der andere Teil von mir. Ich sehe die Stimmung der Leute, könnte sie aber nur unzureichend in Worte fassen. Im Gespräch jedoch fallen mir oft spontan die richtigen (Sinn)bilder ein. Frau B. kommt, hatte wieder einen schweren Tag. Was ich zuwenig habe, hat sie zuviel: menschliche Herausforderungen. Aber hey, andere Baustelle – meine eigene nämlich!
Switch: Abendessen, Feuer im Ofen im Büro machen, Rechner an. Frau B. schläft, ich stöbere in einigen Blogs. last.fm lernt langsam meinen Geschmack, wird immer zielsicherer. Das Fensterbild aus der Helsinki-Bar aufbereiten, Artikel schreiben, veröffentlichen. Mit Kopf und Bauch, Herz und Verstand -sind das die zwei Teile, welche sich den Tag geteilt haben?- macht es schon mehr Spaß. Und doch: real statt virtuell wäre mir lieber!
Switch: Rechner aus, Licht aus, ab ins Bett – welcher Teil von mir wird jetzt wohl aktiv?

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