Beiträge getagged mit Spielplatz

unbeschreibliche freiheit

Nein, es gibt keine Verpflichtung des reinen Bewusstseins, sich in die sogenannte Realität ‘einzubringen’. Wenn die Seele jung ist, sieht sie die Welt wie einen Sandkasten. Überall will sie ihre Fußspuren hinterlassen und das vorhandenen Material zu neuen Gestalten formen. Die Seele mittleren Alters sieht die Welt dagegen als Schule. Als Schüler durchläuft sie ein Lernprogramm, dabei kommt es aber nicht darauf an, dass du diesen Ort formst, sondern nur darauf, wie dieser Ort dich formt. Die alte, reif gewordene Seele schließlich sieht die Welt als Film, als flirrendes Schattenspiel des Uneigentlichen – ohne Substanz, ohne wirkliches Sein. Es gibt nun nichts mehr zu formen und nichts mehr zu lernen. Alles, was du glaubst lernen zu können, bist du bereits. Wende deine Augen von der Leinwand ab, verschließe Deine Ohren und gehe nach innen: dort findest du das Eigentliche, das absolute Sein. Für den solcherart Erwachten hat sich die Notwendigkeit der Beteiligung an der äußeren Realität einfach erübrigt.

Ausschnitt aus Ein Erfahrungsbericht aus dem Erleuchtetenwohnheim „Eternal Being“ von Roland Rottenfußer

Die ganze Welt ein riesengroßer Spielplatz. Einzig und allein geschaffen, um mich in ständig wechselnden Situationen neu zu erfahren, andere Aspekte meines Seins zu entdecken. Um eines schönen Tages schliesslich zu merken, das ich Alles bin und schon immer war.

Das ist genau die Art Lebensphilosophie die ich mag. Nicht das ich sie dauerhaft und durchgängig verwirklichen könnte; doch sie entspricht recht gut meinem Anspruch an Leben, meinem Anspruch an mich selbst. Und sie harmonisiert wunderbar mit meiner Überzeugung, das die Verantwortung für mein persönliches Glücksempfinden ausschliesslich bei mir selbst liegt. Was für eine unbeschreibliche Freiheit dieser Gedanke in sich trägt!

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wolke 7

Wolke 7Ist unsere Welt nicht der abgefahrenste Spielplatz, den man sich nur ausdenken kann? Für jeden, aber auch jeden Einzelnen von uns existiert irgend etwas, dass wie extra für ihn gemacht zu sein scheint. Dessen reiner Anblick die Augen vor Freude glänzen lässt und allein der Gedanke daran so interessant ist, dass die Welt ringsum in Bedeutungslosigkeit versinkt.

Natürlich: „Was des Einen Freud, ist des Anderen Leid“. Während ich angesichts des Wolkenspiels laut jubelnd die Kamera zücke, räumt der Nachbar die Möbel von der Terrasse und verbarrikadiert ob des drohenden Unwetters sein Haus.

Doch wenn es jedem so geht? Wenn Alles, was uns so wiederfährt und begegnet, für den Einen pures Vergnügen und den Anderen die Herausforderung schlechthin ist? Ist die Welt dann nicht ausgewogen, das System nicht in perfekter Balance?

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