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ein letztes mal

PfauenaugeGanz ruhig sitzt er da, zeigt das prächtige Farbenspiel seiner Flügel. Ich schnappe mir die Nikon und fotografiere ihn schnell, bevor er weiter flattert (zu schnell, wie ich nun bemerke – leider ist das Bild nicht so scharf geworden). Doch er fliegt nicht weg, bleibt im kalten Schatten sitzen. Ich halte die Hand hin und er klettert träge auf meinen Finger.

Stirbst Du, mein Freund? Ist Deine Zeit gekommen? Dann genieße ein letztes Mal die wärmenden Strahlen der Abendsonne! Ich setze ihn auf die einzig übrige Blüte des Sommerflieders, er streckt die Flügel in die Sonne und sitzt wieder ganz still. In einer Stunde wird die Sonne auch hier verschwunden sein. Genieße die Zeit, das Leben ist so kurz und eh du dich umsiehst, ist es vorbei.
Wieder liege ich daneben, wie ich gerade festgestellt habe: das Tagpfauenauge stirbt nicht dahin, wie die meisten seiner Artgenossen, sondern überwintert!

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schlimmer wird es nicht

Verblüte RoseWas sollte am Sterben nicht in Ordnung sein? Jeden Abend schließen Sie die Augen und schlafen ein. Ich wüsste nicht, dass der Schlaf den Menschen Sorgen bereitete. Sie freuen sich darauf. So manchem ist dieser Teil des Lebens sogar am liebsten. Schlimmer wird es nicht, abgesehen von Ihrer Überzeugung, da wäre noch etwas anderes. Bevor ein Gedanke entsteht, gibt es niemanden, gibt es nichts – nur Frieden, der sich nicht einmal als solcher erkennt.

Byron Katie – Eintausend Namen für Freude

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