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der beobachter

Der BeobachterDas regelmäßige Pochen durchdringt die vollkommenen Stille. Zuerst leise und kaum wahrnehmbar, dann immer lauter und deutlicher. Jeder Schlag löst unendlich feine Wellen aus, die von den fernen Wänden zurück geworfen werden. Sie malen ein mathematisch anmutendes Muster auf die Wasseroberfläche – doch auch die Dunkelheit ist vollkommen, und so lässt sich die geometrische Schönheit nur erahnen. Anfangs zumindest, denn mangels anderer Reize entwickelt der Tastsinn der Haut mit der Zeit eine unglaubliche Sensibilität. Nun spüre ich sie, kann sogar zwischen direkten und reflektierten Wellen unterscheiden.

Ein sanftes Rauschen vertreibt den Zauber. Es schwillt an, wird lauter und nimmt schließlich meine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch. Gleichbleibend, monoton, dumpf. Wie das Gemurmel einer Milliarde Menschen, das Tosen eines gewaltigen Wasserlaufes, das Hintergrundrauschen des Universums. Unaufhaltsam und mächtig wie das Leben selbst.

Ich war heute floaten im Isolationstank, habe dem Pochen meines Herzens zugehört und mich im Rauschen meines Blutes verloren.

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