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erwischt

ErwischtDa habe ich einiges nachzuholen für Sari’s Projekt 52 – gut, dass Frau B. gestern einige Schnappschüsse von mir gemacht hat. Damit habe ich ja die Bilder für das 29. Wochenthema; wenn auch nicht von mir selber fotografiert ;-).

Von ab zu an verwandeln wir unser Wohnzimmer in eine Rockdisco. Die Teppiche müssen weichen, auf dem alten Holzboden lässt es sich barfuss viel besser tanzen. Wir legen unsere Lieblingslieder auf und drehen die Stereoanlage auf Zimmerlautstärke – in jedem Zimmer des Hauses die gleiche Lautstärke :).

Wir beide kennen eine Menge alter Songs, der Abend zieht sich meist in die Länge und ist jedes Mal mega-lustig. Und weil es unsere eigene, kleine Privatshow ist, passt die Musik genau zu unserer Stimmung und Laune. Ach ja, das Beste daran: ich brauche danach nicht mehr nach Hause zu fahren ­čÖé

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plan b

Alter FalterDie alte Frau geht langsam am Strassencafe vorbei, beide Hände fest an den Griffen ihres Gehwagens. Jeder Schritt scheint mühsam zu sein, der Rücken ist gebeugt, der Blick konzentriert auf das Kopfsteinpflaster vor ihr gerichtet. Sie bleibt stehen, dreht den Kopf und schaut langsam über die Tische und Stühle hinweg. Ein leises Lächeln umspielt ihre Lippen, für einen kurzen Moment entschwindet ihr Blick in weite Ferne, dann wendet sie sich wieder dem Kopfsteinpflaster zu und setzt ihren Weg fort, langsam, bedächtig, still.

Wie werde ich mich fühlen, wenn mein Körper nicht mehr so mitspielt wie ich das will? Wenn der Rücken so lädiert ist, dass an Joggen oder Tanzen nicht mehr zu denken ist. Wenn die Knie verschlissen sind und ich mich nicht mehr beim Bergwandern austoben kann, um den Alltag zu vergessen. Wenn mir ein Arm fehlt oder ich an den Rollstuhl gefesselt bin und die kleine Flucht damit nicht mehr gelingt. Woher beziehe ich dann meine Bestätigung? Werde ich mir selber genügen? Finde ich das Leben noch lebenswert?

Ich habe meinen Plan B, ob kaputter Rücken oder Rollstuhl. Genieße die Tage, auch wenn mein rechter Arm mal drei Monate ausser Gefecht ist. Und wenn nichts mehr geht, habe ich genügend schöne Erinnerungen gesammelt, um mit veträumten Blick vor einem Strassencafe zu stehen und leise zu lächeln.
Und du? Hast Du einen Plan B?

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