Beiträge getagged mit Traum

halbzeit

HalbzeitDie Tasse Kaffee noch halb voll, die Augen schon halb geöffnet, der Körper noch so halb in der kuscheligen Geborgenheit des Bettes, die Gedanken schon halb ausgerichtet auf die unausweichlichen Fügungen des bevorstehenden Tages.

Halbzeit.

Innehalten, das Vergangene noch mal Revue passieren lassen, mich langsam dem Kommenden öffnen. Das süsse Nicht-Sein des Schlafes als grenzenloses Spielfeld für einen unendlich kreativen Geist erkennen.

Halbzeit.

Den Übergang von Nacht zu Tag, von Traum zu Realität als Startschuss begreifen und loslegen. Meinen Tag kreieren.

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stell dir vor

SternengeburtStell Dir vor es gäbe eine Kraft im Universum, die alle Deine Träume Wirklichkeit werden ließe. Stell Dir vor, diese Kraft würde sich weniger an Deinen Gedanken, sondern mehr an Deinen Gefühlen, Deinen Erinnerungen orientieren. Wie sähe Dein Leben aus? Wärst Du glücklich? Würdest Du überfliessen vor Freude und Dankbarkeit ob der unzähligen Wunders des Lebens? Stündest Du im kreativen Austausch mit Deiner Umgebung, voller spannender Gespräche und freudigem Besammensein?

Oder wäre Dein Alltag trist und grau, voller Unsicherheit und Schuldgefühlen? Würdest Du den Tag mit einer eintönigen Tätigkeit an Dir vorbei ziehen lassen, deren Sinn und Zweck sich Dir nicht erschließt? Welche Menschen würden Dich wohl umgeben, wenn Du Deine Erinnerungen und Gefühle als Maßstab anlegst?

Stell Dir vor Du wärst eines von sechseinhalb Milliarden Wesen, welche sich diesem Experiment angeschlossen haben. Stell Dir vor Du wärst … ein Mensch.

Ich habe vorhin Solaris im Fernsehen gesehen. Die Neuverfilmung kommt nicht an die Komplexität des Romans heran, hat aber gereicht, um mich wieder etwas wach zu rüttlen.

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stöckchen

Leerer KopfDa wirft der Pjöni mir ein Stöckchen zu und ich sitze hier und mir fällt Blindenstock ein. Wie der quasi das Bewusstsein des Blinden erweitert und wo denn mit diesem verlängertem Bewusstsein der Mensch nun anfängt? An der Spitze des Stockes, in der Mitte oder doch erst an der Hand? So ein Stock ist ja nichts anderes als ein weiterer Sensor, der Input für die Denkwindungen liefert, wie Auge, Nase oder Ohren. Und weil unser so hoch gelobtes Gehirn keinen Unterschied zwischen dem Input eines Sensors und den selber ausgedachten Signalen z.B. eines Traumes oder den durch eine Mindmachine ausgelösten Bildern machen kann, ist die Frage ja schon irgendwie berechtigt.

Noch verworrener wird die Sache, wenn ich sie von der anderen Seite betrachte: was macht mich denn eigentlich aus, wenn ich mich nicht mehr über das definieren kann, was ich sehe, höre, spüre, rieche? Oder anders: Nimm ein großes Glas und leg alles hinein, was dir zu dir selber einfällt: Ich heiße Norbert, bin groß, habe (mehr graue als) dunkle Haare, rede gerne schlau daher, höre gerne Musik, verreise am liebsten mit Rucksack in ferne Länder, … Bin ich nun der Inhalt – oder vielmehr das Glas? Und wie fühlt sich das an, dieses Glas zu sein? Der Inhalt ist ja austauschbar, vergänglich, vielleicht nicht mal real?!

Weil ich aber mittlerweile recht blind in den Tiefen meines Geistes herum stochere und nichts Gescheites dabei herauskommt, werfe ich das Stöckchen nun weiter an Matthias und ChliiTierChnübler – viel Spaß!

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zwei träume – eins

NebelsteineBeim Bergwandern stürze ich zwischen großen Felsblöcken ab und reiße mir den rechten Arm an der Schulter komplett ab. Ich spüre keinen Schmerz, bin nicht mal sonderlich erschrocken, nehme den Arm mit und bin am Abend in einem Krankenhaus. Dort heften sie ihn provisorisch wieder an, am nächsten Morgen soll er richtig operiert werden. Die ganze Zeit über bin ich klar und ruhig, auch das Personal im Krankenhaus macht kein großes Aufheben um die Sache. Die Frage nach einem Schlafmittel beantworte ich mit: „Nein Danke, ich gehe noch in die Kneipe um’s Eck und trinke zwei Bier!“. Ich kann die Finger nicht bewegen, wohl aber den angehefteten Arm – für’s drehen einer Zigarette wird es reichen.
-CUT-
Es ist früh am Morgen, ich sitze vollkommen übernächtig -die Hände voller Druckerschwärze- auf einer Bank im Park vor dem Krankenhaus. Plötzlich merke ich, dass ich zweigeteilt bin: der Eine nach wie vor klar und ruhig, jedoch ohne Erinnerung an die Nacht. Der Andere verwirrt und ängstlich. Er meint, der Arm müsse nicht operiert werden, es müsse lediglich der kleine Eschenholzbolzen an die richtige Stelle gerückt werden und alles wäre wieder wie früher. Er packt mich, schiebt mich mit Gewalt vor sich her ins Krankenhaus, will partout nicht operiert werden, kann und will die Situation nicht begreifen. Ich rufe laut um Hilfe, habe Angst um den nun linken, ja nur provisorish angehefteten Arm.
Ein Pfleger erkennt die Situation, packt unseren Körper und knallt ihn gegen die Wand – der Ängstliche verliert das Bewusstsein, ich sehe ihn verständnisvoll an. Die Ärzte bereiten die OP des Armes vor.

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mein eigener film

BuntstifteWenn mal wieder ein Traum geplatzt ist, die rosarote Brille nichts mehr nutzt und alles irgendwie trostlos und grau aussieht:

Mein eigener Film

Lehn Dich zurück, schliess die Augen und mal Dir ein neues Bild, dreh Deinen eigenen Film!
[Update: Dieses und weitere Audiofiles gibt es nur in Deinem Kopf.]

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