Beiträge getagged mit traumpfad

räderwerk

RäderwerkKennst Du das? Du bist 4 Wochen raus aus dem Alltag, Dein ganzes Denken beschränkt sich auf den jetzigen Tag. Das Leben ist plötzlich so einfach, Du bist ganz bei Dir, die Batterien sind voll aufgeladen. Kaum wieder Zuhause, dauert es keine 3 Tage und der Alltag hat Dich wieder in seinen Klauen.
Bei mir ging das diesmal schneller als gedacht: Schon am ersten Arbeitstag 6 Überstunden, die Shoutbox der Hirngespinste wird von einem hartnäckigen Spambot attakiert, der Garten ist vollkommen verwildert usw.

Aber der Traumpfad hat mich einiges gelehrt. Es kommt wie es kommt, es hat keinen Sinn, mich gegen einen steilen Schotterhang zu wehren. Schliesslich gehe ich den Weg freiwillig, niemand zwingt mich. Es reicht auch, mir über die nächsten Schritte, den heutigen Tag Gedanken zu machen und mir nicht vorausfürchtend den Moment zu vermiesen. Der guten Laune ist es auch nicht zuträglich, selbstmitleid-triefend über die harten Touren der letzten Tage zu schimpfen – die sind vorbei, daran ändert auch Jammern nichts.
Die Überstunden kann ich gut gebrauchen, wir wollen die nächste Zeit eine 3 Tagestour auf die Zugspitze machen. Gegen den Spambot habe ich Bad-Behavior eingebaut, die Stunde Gartenarbeit heute Abend war das reinste Vergnügen nach dem Tag im Büro.

Das Räderwerk hat mich wieder – aber ich bestimme die Geschwindigkeit 🙂

[Update 01.45 Uhr] Bad-Behavior hat nicht nur den Spambot, sondern gleich alle ausgesperrt! Ich werde an der Implementierung in die Shoutbox wohl noch etwas arbeiten müssen 🙁 Im Moment habe ich es wieder deaktiviert.

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angekommen

BergschuheGeschafft! Wir haben zu Fuß die Alpen überquert. Sind in 4 Wochen von München bis Venedig gelaufen. 450km weit, 40.000m rauf und runter. Ich bin noch nicht richtig angekommen, kann das Erlebte noch nicht fassen. Irgendwie ist die Zeit wie im Flug vergangen, mir kommt es vor als wären wir erst Vorgestern gestartet.

Nichts hat sich verändert und doch ist alles irgendwie anders. Unglaublich was ein einzelner Mensch zu leisten vermag. Noch viel erstaunlicher, mit welcher Leichtigkeit es geht. Einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen, nichts anderes als den schmalen Pfad im Sinn, der zum Tagesziel führt. Erst im Nachhinein werden die gewaltigen Dimensionen sichtbar, macht sich Staunen breit und ich bekomme eine Ahnung von der Kraft, welche in jedem von uns steckt.

Das Reisetagebuch ist geschrieben, die vielen Bilder auf CD gebannt. Ich freue mich schon darauf, Euch den Reisebericht dieser aussergewöhnlichen Tour zeigen zu dürfen. Bald – wenn ich angekommen bin.

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reisefieber

In ein paar Stunden geht es los. Wir fahren mit dem Zug nach München und wollen gegen 10:00 Uhr vom Marienplatz Richtung Venedig loslaufen. Ich hoffe auf der Alpenüberquerung keinen einzigen Computer zu sehen, darum wird es die nächsten 4 Wochen keine Beiträge von mir geben.

Catharina und Christian schlüpfen alldieweil in die Rolle des Herausgebers – wer weiss, vielleicht bekommt ihr von den beiden was zu Lesen? Ich für meinen Teil werde fleissig fotografieren und Tagebuch schreiben. Freut euch auf Ende August, dann wird wieder ein aufregender Reisebericht fertig sein.

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schritt für schritt

FußspurenDas Leben fühlt sich für mich gerade an wie eine Achterbahnfahrt: es geht im beständigen Wechsel rauf und runter, zwischendurch beutelt es mich in harten Kurven ordentlich durch und manchmal weiß ich garnicht, wo mir der Kopf steht. Vor ein paar Wochen dachte ich, ich müsste mein Leben von Grund auf ändern, und zwar sofort und auf einmal.

Das bevorstehende Abenteuer Zu Fuß von München nach Venedig lehrt mich auch hier, dass es anders ist. Wenn ich mir dieses Vorhaben als Ganzes vorstelle, wenn ich an 520km Strecke und 20.000m Höhenunterschied denke, wird mir himmelangst. Denke ich hingegen an eine einzelne Tagesettape, fallen mir (neben der körperlichen Anstrengung, die einfach dazu gehört) nur schöne Dinge ein: Natur pur, unglaubliche Ausblicke, Ruhe, die Vorfreude auf ein Abendessen und ein Bier auf der Hütte, ein Sonnenuntergang auf einem Gipfel.

Und so bewahrheitet sich wieder einmal: Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Sowohl in Hinsicht auf einen Richtungswechsel in meinem Leben als auch auf dem Weg quer über die Alpen.

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letztes training vor der tour

Unser heutiges Ziel war die Grosse Arnspitze. Von Mittenwald (912m) ging’s erst gemächlich, dann schön steil über die Achterköpfe und den Riedkopf (1860m) bis knapp unter die Arnspitzhütte (2003m) hinauf. Den Gipfel haben wir uns ob der fortgerückten Stunde verkniffen – die Anfahrt von Augsburg nimmt einfach viel Zeit in Anspruch.
Der Abstieg über die Hasellähne ist laut D.A.V. – Schild verfallen! So blieb uns lediglich der Weg nach Scharnitz – zurück nach Mittenwald war dann ein Taxi gerade recht. Hey, wir sind Seilbahnverweigerer, aber nicht blöd und laufen 1 Stunde an der Strasse lang:)

Grosse ArnspitzeP7020532.JPGP7020535.JPGP7020542.JPGAbstiegMagic Moments

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