Beiträge getagged mit Veränderung

ein schritt zurück und es wird leiser

Augenblickdu ruderst und ruderst, bewegst dich aber nicht vorwärts. man schreit wild um sich um aufmerksamkeit zu erregen, aber keiner beachtet einen. ein vorsprechen beim fürsten wird genehmigt, ändert aber nicht die zukunft…

und dann, wenn man notgedrungen ein paar tage abstand gewinnt… erinnert man sich wieder auf die einfachheit des kreises; die einfachheit des seins und dass die sonne trotzdem jeden morgen aufgeht.

ich besinne mich irgendwie an das kapitel im buch der prophezeihungen von celestine, in dem es um den kampf von energien zwischen zwei personen geht; oder der, bei einer diskussion in einer gruppe.  es wird immer leute geben, die diese kraft/energie an sich reissen und die kontrolle des gesprächs übernehmen. dadurch fühlt sich das gegenüber in gewisser weise geschwächt. in gleicher art um diese energie (oder recht, oder gerechtigkeit) zu kämpfen bringt ja beide nicht weiter, da es ja auch jede menge an power und nerfen kostet.

einen schritt zurückzutun… sich zu besinnen… die situation aus der beobachterperspektive sehen…

es lebt sich wesentlich ruhiger und ausgeglichener. der ständige lärm im trubel der gedanken und emotionen schwindet dahin und man besinnt sich wie es doch schon mal war; besinnt sich auf alte erfahrungen, die man vergessen hat.

und ich neige den kopf, schliesse die augen und lächle in mich …

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offen bleiben

BaumstammMeistens bin ich ja der Besserwisser. Klar, ich versuche mich zu beherrschen, aufmerksam und offen zu bleiben. Doch meistens habe ich eben doch eine recht genaue Vorstellung, wie es wirklich ist – für mich. Und genau da beginnt es spannend zu werden: Meine vorgefasste Idee von Irgendwas verhindert, dass ich genau hinschaue, wirklich zuhöre, mich ganz einbringe.

Schau Dir mal das Bild an und schreibe mir, was Du siehst. Dann schau es Dir morgen nochmal an. Und übermorgen. Es kann leicht sein, dass Du jedesmal etwas Neues entdeckst. Selbst wenn sich die Welt nicht ändern würde -so wie dieses Bild jeden Tag das selbe sein wird-, ändern wir uns. Und damit ändert sich auch unsere Wahrnehmung.

In times of change the learners will inherit the earth, while the knowers will find themselves beautifully equipped to deal with a world that no longer exists. In Zeiten steter Veränderung erbt der Lernende die Welt, während die Wissenden bestens gerüstet sind für eine Welt, die es nicht mehr gibt.
Eric Hoffer

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verborgene schönheit

TreppenaufgangAlso ich finde solche runden, weichen Formen ja klasse! Oder auf den ersten Blick chaotisch erscheinende Strukturen – die haben einen ganz besonderen Reiz. Klare, gerade Linien hingegen wecken meine Aufmerksamkeit kaum, sind langweilig wie eine schnurgerade Autobahn.

Dieses Gefühl in den Alltag zu übertragen ist schon etwas schwieriger. Ich bin im allgemeinen kein Freund von detailierten Plänen, lasse mich gerne auf Neues ein, genieße unvorhergesehene Richtungsänderungen. Und doch passiert es immer wieder, dass ich eine Idee im Kopf habe und partout daran festhalte! Natürlich geht das schief; Leben ist Veränderung, Bewegung, sich selbst organisierendes Chaos. Nichts in der Natur folgt geometrischen Gesetzen oder beugt sich gar dem Ordnung suchenden Geist eines Menschen.

Nach solch einer Bruchlandung (deren Häufigkeit sich nebenbei bemerkt sehr in Grenzen hält und die sich allesamt eher als sanfter Klaps auf den Hinterkopf äußern) bin ich wieder viel offener für die in der -scheinbaren- Unordnung verborgene Schönheit des Lebens.

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eine neue bedeutung

SpiegelbildVeränderung, Umbruch … schon das ganze Jahr über zeichnet sich die Qualität eines neuen Zeitalters ab.

So manchmal habe ich eine leise Ahnung davon, was in meinem Umfeld als nächstes ansteht. Unklar, verschwommen, wie das Spiegelbild venezianischer Häuser um trüben Wasser des Kanals. Und gerade deutlich genug, um neugierig zu werden oder auch ein bißchen Angst zu bekommen. Denn wenn ich auch in fünf Jahren sage „Genau richtig war das damals!“, so will der Weg dorthin erst einmal gegangen werden.

Im Moment merke ich, wie sehr ich den Alltag mit Frau B. liebe. Ich bin die ganze Woche unterwegs. Das Wochenende ist dann voll gepackt mit Erwartungen, welche mit den liegen gebliebenen Aufgaben meist in einem gewissen Konflikt stehen. Schon bekommt Zeit eine völlig neue Dimension. Zeit zum Reden, Zeit zum Träumen, Zeit zum Schmusen, Zeit zum miteinander wachsen.
Wie ich die Zeilen so schreibe merke ich, dass es ja genau das bewirkt: miteinander wachsen! Wir kämpfen noch mit der neuen Situation, doch schon reden wir darüber, träumen von neuen Zeiten. Ach ja, Schmusen … auch das gewinnt eine ganz neue Bedeutung 🙂

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hingabe

WertachuferMich wieder einmal zwei Stunden durch die Stadt treiben lassen, durch ruhige Seitenstrassen und friedliche Grünanlagen. Die letzte halbe Stunde dann am Wertachufer auf einem Stein sitzend verbracht, den sprudelnden Wassern nachgeschaut, dem lauten Plätschern gelauscht.
Bis der Fluss mit einem mal langsamer wurde, sich die wilden kleinen Spritzer zu einem feinen Nebel zusammen getan haben, das vorher ungestüme Wasser wie flüssiges Metall um die Steine geflossen ist und sich das vielstimmige Plätschern zu einem ruhigen, weichen Rauschen verdichtet hat.

Vielleicht fühlt es sich so an, sich dem Fluss des Lebens hinzugeben, die Vergänglichkeit des Momentes zu akzeptieren und sich der Unaufhaltsamkeit steter Veränderung anzuvertrauen?!

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