Beiträge getagged mit Wahrnehmung

die neue freiheit

Unsere Alltagswahrnehmung ist getrübt: für sie scheinen die Dinge unabhängig voneinander zu existieren.
Dalai Lama

Was im ersten Moment unspektakulär klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als weitreichende Behauptung. Wenn das wirklich stimmt, steht Alles mit Allem in Verbindung, ist Nichts und Niemand getrennt und einzeln zu sehen. Womit jede Tat, jedes Wort, ja sogar jeder Gedanke seinen Einfluß auf alles Andere hat. Und ich am Ende zu einem guten Teil selbst die Verantwortung für mein Leben, meine Umgebung, ja sogar die Welt habe.

Ein erschreckender Gedanke? Im ersten Moment gewiß, doch bei näherer Betrachtung ergibt sich daraus eine unglaubliche Freiheit!

Für die Wissenschaftsgläubigen:

Doppelspalt-Experiment

Der Beobachter entscheidet

Quantenverschränkung

Gefunden auf psychophysik.

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zappenduster

NebelnachtDas ungeschickte Wetter hat uns unverhofft 2 Tage Ruhe geschenkt. Mehr dürften es auch nicht sein, die Rumsitzerei macht träge. Doch Morgen in aller Herrgottsfrüh geht es los Richtung Berge: wir überqueren –wieder mal– die Alpen.
Ürsprünglich wollten wir ja von Bregenz losgehen, doch nun werden wir in Oberstdorf starten und gen Süden laufen. Der Gardasee ist das Ziel, der Fernwanderweg E5 gibt die grobe Richtung vor. So ganz an die Route werden wir uns nicht halten, zu überlaufen soll der Weg sein – und die klassische“ Tour nutzt für unseren Geschmack viel zu oft Bus und Taxi!

Die Alpen bieten ja genug Alternativrouten; wir sind gut gerüstet und vor allem: wir sind motiviert! Frau B. freut sich auf die Berge, den Abstand vom Alltag und auf’s Laufen an sich. Und ich freue mich auf viele gute Motive zum Fotografieren und die veränderte Wahrnehmung, welche die auf ein natürliches Maß reduzierte Reisegeschwindigkeit zwangsläufig mit sich bringt.

Die nächsten paar Wochen wird es auf den hirngespinsten also zappenduster sein – Uuuurrlaauuub!

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ich weiss, dass ich nichts weiss

Altus, Arkansas, USAWie groß der Unterschied zwischen „ich weiß“ und „so ist es tatsächlich“ ist, merke ich gerade wieder einmal. Wirklich wissen tue ich recht wenig! Bruchstückhafte Erzählungen und gängige Klischees haben in meinem Kopf z.B. ein Bild von Ozark geformt, das mit der Realität herzlich wenig zu tun hat.

Wir Ich tendiere dazu, meine Meinung als bare Münze, als Wahrheit zu betrachten und vergesse, das diese Beurteilung auf meiner subjektiven Einschätzung und Bewertung basiert. Jemand anders mag vollkommen andere Kriterien heranziehen, hat höchst wahrscheinlich eine andere Sicht der Dinge und bildet sich damit eine ganz unterschiedliche Meinung. Was erst mal ganz normal und auch gut ist … solange keiner darauf besteht, seine Meinung wäre die einzig richtige Wahrheit!

Der Schritt zurück macht mir bewusst, dass so gut wie alles eine ganz persönliche und damit subjektive Sicht ist. Und erlaubt mir damit, mich dem (Gesprächs-)partner zu öffnen, konstruktiv zu hinterfragen und dazu zu lernen. Statt Recht haben, überzeugen und gewinnen zu wollen. Nur etwas Mut erfordert es, schliesslich gebe ich damit indirekt zu, nichts zu wissen 😉

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bewußtseinserweiterung

Ampel und Schlaglöcher[Außenreizverarmung:] Dieser Vorgang ist alltäglich und vollzieht sich in unterschiedlicher Stärke. Alle kennen das Phänomen, das man beim Lesen eines spannenden Buches gar nicht hört, wenn jemand ruft oder einen anspricht. Den gleichen Effekt benutzen wir, wenn wir ein Kind, das sich gerade weh getan hat und weint, abzulenken versuchen, in dem wir ihm etwas Interessantes zeigen. Es vergißt buchstäblich in Sekunden den Schmerz, weil der Schmerz außerhalb der Wahrnehmungszone gerät. […]

Diese Einengung des Bewußtseins könnte man vergleichen mit einer Lichtquelle, die durch eine Streulinse hindurch eine relativ große Fläche beleuchtet. Ersetzt man nun aber die Streulinse durch eine Sammellinse, so konzentriert sich das Licht, und ein immer enger werdender Lichtstrahl beleuchtet wie bei einem Suchspot nur noch einen winzigen Punkt, während die übrige Fläche nur in Dunkel getaucht ist. Die Lichtintensität in diesem einen Punkt ist ungleich größer als vorher bei der flächigen Beleuchtung. Dieses gebündelte Licht beleuchtet nicht nur den Punkt übermäßig hell, sondern kann sogar ein Loch brennen und so in eine neue Tiefendimension eindringen (vergleiche Brennglas bzw. Laserstrahl).

Das Licht steht in diesem Vergleich für das Bewußtsein – unser Tagesbewußtsein gleicht einem Steulicht. Konzentrieren wir uns, so wird es gebündelt und macht einen Punkt überdeutlich. Hierbei kann es passieren, daß unser Bewußtsein eine Schicht weiter nach unten dringt und sich eine neue, vorher unbewußte Dimension erschließt. Dieser Durchbruch in eine neue Ebene ist der Umschlagspunkt, wo sich die anfängliche Bewustseinseinengung in eine Bewußtseinserweiterung transformiert.

Aus „Schicksal als Chance“
von Thorwald Dethlefsen (ISBN 3-442-11723-2)

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eingefangen

BlütentraumDie Sonne versteckt sich hinter dunklen Regenwolken. Ich habe es gerade noch rechtzeitig geschafft den Rasen zu mähen, nun fallen dicke Tropfen vom Himmel.

Der Regen hatte sich schon den ganzen Tag über angekündigt. Alles fühlte sich seltsam gedämpft an, als wäre ich in eine flauschige Schicht Watte eingepackt. Jetzt verziehen sich die Schleier meiner Wahrnehmung, die Regentropfen malen einen Geräuschteppich im Garten, die Luft riecht frisch und klar.

Die Sonne? Eine Blüte hat sie für mich eingefangen, sie scheint mir vom Monitor entgegen.

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