Beiträge getagged mit Wellen

dialog

Wasser„Nun?“

„Vom Wasser, sagt man, verstehen wir Menschen nichts …“

„Es scheint so. Und doch … besteht ihr nicht zum größten Teil aus Wasser?“

„Gibt es ein Geheimnis …?“

„Nun gut.

Mein Geheimnis ist die Art der Bewegung. Wellen, Wirbel, Schnellen, Strudel – daraus beziehe ich meine Energien.
Deshalb brauche ich Steine im Bach und den Schatten der Bäume am Ufer.

Und Umwege.
Umwege – bringen und erhalten das Leben.

So fließe ich quirlig ineinander oder ziehe in weiten Schleifen durchs Land.
Ihr hingegen glaubt an den direkten Weg.“

„Unsere gesamte Technik baut darauf auf.“

„Dennoch –
explosive Energien bringen euch letztlich nicht weiter.
Versucht, Spiralen und Wirbel zu benutzen.

Es ist an der Zeit, von der Natur zu lernen.“

„Eine andere Zukunft?“

„Gewiss.
Und noch etwas – eines Tages werdet ihr entdecken, dass unendlich viele Informationen in mir verborgen sind.

Ich bin das Gedächtnis der Erde.“

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projektion

Spiegelwelt am WertachuferNein, die Welt steht nicht Kopf. Schon seit Urzeiten wird alles teuerer, werden die Menschen immer rücksichtsloser, versucht der Staat immer mehr Kontrolle zu bekommen, werden die Mächtigen immer mächtiger, geht die Natur Stück für Stück zugrunde, steht eine vermeintliche Minderheit etwas ausserhalb und findet das alles sehr seltsam. Ok, das Tempo erhöht sich stetig, wir werden ja auch immer mehr.

Was sich verändert, ist mein Standpunkt, meine Sichtweise. Ich verliere mehr und mehr meine Angst und habe damit keine Notwendigkeit mehr für all die unsinnigen Handlungen. Solange ich den guten alten Zeiten nachtrauere oder über die schwere Kindheit sinniere, brauche ich mich nicht mit dem auseinander setzen, was Hier und Jetzt passiert. Und gehe sauber der Angst aus dem Weg, mich im Spiegel zu sehen und zu merken, das ich mein Leben an mir vorbei ziehen lasse oder nur auf Sparflamme lebe. Gleiches gilt für die Phantastereien vom Auswandern, dem Häuschen in den Bergen oder das Vorausfürchten: Arbeitslosigkeit, Überwachungsstaat, Einsamkeit, Rentenloch, … Die (Zeit-)Richtung ist eine andere, die Angst die gleiche. (Das lässt sich ja auch prima vermarkten: das richtige Bier trinken und du hast viele Freunde, ein paar Versicherungen und du wirst einen glücklichen Lebensabend haben, …)

Durch den Zerrspiegel der Angst betrachtet scheint alles etwas aus den Fugen geraten zu sein. Doch ich sehe nicht, was wirklich ist, sondern projeziere lediglich meine eigene Angst in das Geschehen. Bleibe ich bei mir, hier und jetzt, sehe ich sich im Fluß spiegelnde Bäume, ein paar kleine Wellen und etwas Grünzeug am Ufer, das Ganze garniert mit blauem Himmel, Vogelgezwitscher und dem weichen Licht der untergehenden Sonne. Nichts ist verkehrt, kein Grund zur Sorge, nur Friede und Schönheit.

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schlußstrich

Kaimauer [1.88MB Quicktime Movie]So, Freunde der Hirngespinste. In ein paar Stunden geht es auf nach Teneriffa, den Resturlaub verbraten 🙂

Ich freue mich tierisch auf die 2 Wochen Abstand vom Alltag, auf Berge, Landschaft, Wandern, kleine Cafes und nette Landgasthöfe. Wenn meine Kondition, Frau B.’s Kniee und das Wetter mitspielen, werden wir diesmal den Teide besteigen – mit 3.718m Spaniens höchster Berg. Am meisten allerdings freue ich mich auf das kleine Küstenstädtchen irgendwo im Norden der Insel, an dessen Kaimauer die Brandung mit der Kraft und Lautstärke eines startenden Düsenjets donnert. Letztes Jahr waren wir fast 2 Stunden dort, konnten wollten uns nicht losreissen von diesem gewaltigen Naturschauspiel.
Der Urlaub kommt zur rechten Zeit, setzt irgendwie einen guten Schlußstrich unter einen langen Lebensabschnitt und macht hoffentlich Kopf und Bauch frei für alles Neue.

Bis in 2 Wochen also.

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