Beiträge getagged mit Zukunft

die weichen stellen

WeichenAn die Zukunft denken, Vorausplanen, die Weichen stellen – was für ein netter Gedanke. Ich mache mir meine Gedanken, überlege reiflich und entscheide mich schließlich. Gut! Jetzt zumindest. Wer weiß, was morgen ist? Die Welt ist in Bewegung, verändert sich ständig. Was heute noch nach freier Fahrt ausgesehen hat, kann morgen schon der direkte Weg auf ein Abstellgleis sein (vom Lokführerstreik mal ganz abgesehen).

Und wer weiß schon, wie ich mich morgen fühle? Auch ich bin in Bewegung, verändere mich. Vielleicht entscheide ich morgen ganz anders? Die Weichen stelle ich immer nur jetzt, in diesem Augenblick. Jetzt traue ich mich, mich auf einen neuen Job zu bewerben. Jetzt fühlt es sich stimmig an, in eine andere Stadt zu ziehen. Jetzt bin ich über beide Ohren verliebt und will gemeinsam alt werden.

Ist das auch morgen noch so, gut. Ist es morgen anders, auch gut. Die Vorfreude auf die geplante Zukunft ist genauso wenig ein Garant für deren Erfüllung wie die Vor-Sorge ein Anrecht auf das Scheitern der Pläne hat. Allein die Freude an dem eigentlichen Akt der Entscheidung ist echt, greifbar, wirklich. Und je schwerer mir eine Entscheidung fällt, desto intensiver ist die Freude darüber, es geschafft zu haben. Hier kann ich die Weichen stellen für ein erfülltes Leben.

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wer wärst du

BlütentraumWas geschehen ist, ist geschehen. „Hätte ich nur …“, „Wäre seinerzeit doch …“, „Wenn damals nicht …“ – die Vergangenheit ändern zu wollen ist verrückt und tut nur weh.
„Warte nur, bis …“, „Wenn erst mal ….“, „Ich bin noch nicht so weit …“ – auf eine Zukunft zu bauen, die vielleicht nie passieren wird, ist genauso verrückt. Und das Warten tut nicht minder weh!

Bleibt die Gegenwart. „Er sollte …“, „Ich müsste …“, „Sie dürfte nicht …“ – mit der Wirklichkeit im Clinch zu liegen ist eine anstrengende Sache und zudem wenig aussichtsreich. Wen willst Du denn alles manipulieren? Dich selbst? Na, wem’s gefällt. Den Rest der Welt? Das ist eine echte Herausforderung bei 6,5 Milliarden Menschen. Ganz zu schweigen vom Wetter, dem Stau, der Politik, dem Klimawandel, … die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Die Welt ist perfekt, in jeder Sekunde ihres Daseins. Einzig Deine Gedanken über die Welt sind vielleicht etwas verwirrt. Wer wärst Du ohne Deine Geschichte, ohne Deine Gedanken darüber, wie die Dinge sein sollten?

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geht doch

BlattstrukturIm Hier und Jetzt leben – wie soll ich mir das vorstellen? Na mal schaun:

Ich kann meine Aufmerksamkeit ja auf einen überschaubaren Zeitraum richten, so eine Woche oder den aktuellen Tag vielleicht. Ist ja schon mal was. Und allemal besser als Jahre zurück in der Vergangenheit rumzuhängen oder wer weiß wie weit in die Zukunft zu träumen.
Aber Hier – wo ist das im Verlauf eines Tages? Und Jetzt zieht sich dann auch ganz schön in die Länge! Also die Zeitspanne kürzer wählen. Eine Stunde, eine Minute oder besser noch eine Sekunde! Recht viel besser ist das allerdings auch nicht. Was mir in einer Sekunde alles durch den Kopf geht – das hat mit Jetzt immer noch nicht viel zu tun. Wie lange dauert denn Jetzt?
Egal wie klein ich den Zeitraum auch bemesse, es wird immer noch ein Zeitverlauf da sein. Jetzt ist aber ein Zeitpunkt und keine Dauer. Und da fängt es an schwierig zu werden. Um wirklich im Hier und Jetzt zu leben, müsste ich die lineare Zeit verlassen und damit auch den zugehörigen Raum – die beiden sind ja untrennbar miteinander verbunden.

Dasitzen, die Augen geschlossen. Das Summen der Bienen im Ohr, Vogelgezwitscher, jemand gießt seinen Garten, ein Auto fährt vorbei. Ich konzentriere mich auf den Schmerz im Rücken, suche mir genau einen Punkt heraus, fühle immer intensiver hinein. Der Schmerz wird deutlicher, wie ein stechender kleiner Punkt. Die Signale brauchen ihre Zeit, um vom Rücken ins Gehirn zu kommen, also gehe ich noch tiefer in den Schmerzpunkt. Weiter, immer weiter. Der Schmerz wird erst intensiver, dann auf einmal … diffus, schwächer, nebulöser?!
Die Geräusche verdichten sich zu einem einheitlichen Hintergrundgeräusch, das Gefühl des Windes auf meiner Haut vermischt sich mit dem Schmerz im Rücken. Rücken, welcher Rücken? Einen Moment lang „schwebe“ ich losgelöst im „Nichts“, dann durchströmt mich ein sanfter Schauer – ich bin wieder da.

Na also, geht doch.

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anfangen

AmaryllisMich treiben lassen den ganzen lieben Tag lang.
Alienblumen fotografiert, Musik gehört, geliebt, getrunken, gegrillt, gegessen.
Spielfilm geschaut, gespült, CD abgemischt, Cover entworfen und gedruckt.

Mitnehmen - Liegenlassen - FindenDabei immer darauf geachtet, nicht abzugleiten in Vergangenheit oder Zukunft. Getreu dem Motto aus der Sign-Mappe anfangen von Jwala Gamper.

That’s it. Keine schlauen Sprüche, kein Gejammer. Leer fühlt es sich zwischendurch immer wieder an.

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